Versuch eine SMS zu senden

Rilke-Texte gesucht und gefunden

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Sandy

Versuch eine SMS zu senden

Beitrag von Sandy » 10. Feb 2005, 09:41

Hallo,

ich suche ein Gedicht über den Versuch, ein SMS zu senden.
Könnt Ihr mir helfen ?

Sandy

Lara

Beitrag von Lara » 10. Feb 2005, 09:44

Hallo Sandy,

irgendwie war das Thema plötzlich verschwunden. Gut, dass Du die Frage noch einmal stellst ... Es geht wohl um drahtlose Telekommunikation, die es zu Rilkes Zeiten auch schon gegeben hat ... Nur: ob Rilke darüber ein Gedicht geschrieben hat ?

Rätselt und grüßt, Lara

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Anna B.
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Beitrag von Anna B. » 10. Feb 2005, 09:48

Hallo Ihr beiden,

:idea: "...Lasst euch nicht beirrn von Übergängen..." (R.M. Rilke) :wink: :!:

Liebe Grüße von Anna B.

Barbara
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Beitrag von Barbara » 10. Feb 2005, 10:02

Hallo,

am So Dez 21, 2003 1:00 pm fragt ein Gast im Forum unter dem Titel: Technik + Rilke ? :

Hallo,
welches Verhältnis hatte Rilke zu Maschinen und Technik?
Und stimmt es, dass echte Rilke-Fans technikfeindlich sind?
Danke für die Antworten!
mehr zum Thema unter:
http://rilke.de/phpboard/viewtopic.php?t=283

Der "direkte Draht" zum Gedicht:
http://www.rilke.de/gedichte/sonett.htm

Interessant auch der Buchtipp von Bo zum Thema ! Ich bin selbst bei der Tagung gewesen und habe dabei R.M. Rilke neu entdeckt !

Nach meinen Erfahrungen hier im Forum würde ich die Frage des Gastes vom Dezember 03, ob "echte Rilke-Fans "<was auch immer das sein mag :wink: ?!> "technikfeindlich sind", eher verneinen ...

Viele Grüße von Barbara :lol:

Sandy

Beitrag von Sandy » 10. Feb 2005, 14:35

Hallo,

danke für Eure Hinweise . Habe ich doch neulich zum Gauss Jahr in einem Artikel gelesen, dass es ohne Gauss heute die modernen Navigationsgeräte gar nicht geben würde ... Schon eine spannende Geschichte, diese Telegraphie ...

Wie ich auf meine Frage gekommen bin ? Gestern hat meine Mutter, die nächstes Jahr 70 wird, drei Stunden Zeit gebraucht, um ihre erste SMS abzusenden, die mich dann auch glücklich erreicht hat. Da sie ein "echter Rilke-Fan" ist , dachte ich, ich könnte sie mit einem kleinen Rilke-Gedicht etwas aufmuntern :lol: !

Liebe Grüße von Sandy :lol:

Charlotte

Beitrag von Charlotte » 23. Mär 2005, 18:26

Also mit Rilke kann ich zwar jetzt nicht dienen, aber wie wär's damit:

Dort wo du bist schreib ein paar Worte
in deinen Himmel schick sie her
ich fang sie auf an meinem Orte
und sende Sie von Liebe schwer
zu dir zurück.
In dieser Zeile, wird unser Leben sich verbinden
Geheimnis, das ich mit dir teile
und keiner wird die Lösung finden
für dieses Rätsel im Gedicht
Die andern sollen dran erblinden,
so sehr sei es gemacht aus Licht

(Eva Strittmatter, "Geheimnis")

Und jetzt kommt Rilke wieder ins Spiel: Ich hab dieses Gedicht auf einer Seite von Mercedes gefunden. Dort werden Hörspiele und so weiter zum downloaden angeboten. Unter anderem auch "Die Liebe in Worten" gelesen von Anna Thalbach. Sie liest unter anderem auch "Zum Einschlafen zu sagen". Schaut mal vorbei, es lohnt sich wirklich: http://www.mercedes-benz.de/b-klasse

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Anna B.
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Beitrag von Anna B. » 30. Jun 2005, 07:20

Hallo,

suche in Vorbereitung einer Ferienspielaktion kurze Rilke-Texte, die sich übers Handy (an Kids) verschicken lassen. Da ich momentan wegen der Hitze große Probleme habe , bin ich auf Eure Mithilfe angewiesen...

Danke schon mal und liebe Grüße von Anna B. :lol:

Paul A.
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bunt gemischtes spiel

Beitrag von Paul A. » 3. Jul 2005, 18:15

Hallo Anna,

wie wär`s denn damit ?

Verzauberte: wie kann der Einklang zweier
erwählter Worte je den Reim erreichen,
der in dir kommt und geht, wie auf ein Zeichen.
Aus deiner Stirne steigen Laub und Leier... (aus: Die Gazelle)

Diese Mühsahl, durch noch Ungetanes
schwer und wie gebunden hinzugehn,
gleicht dem ungeschaffnen Gang des Schwanes... (aus: Der Schwan)

Wenn auf dem Markt, sich wiegend, der Beschwörer
die Kürbisflöte pfeift, die reizt und lullt,
so kann es sein, daß er sich einen Hörer
herüberlockt, der ganz aus dem Tumult

der Buden eintritt in den Kreis der Pfeife,
die will und will und will und die erreicht,
daß das Reptil in seinem Korb sich steife
und die das steife schmeichlerisch erweicht... (aus: Schlangen-Beschwörung)

Da drin: das träge Treten ihrer Tatzen
macht eine Stille, die dich fast verwirrt;
und wie dann plötzlich eine von den Katzen
den Blick an ihr, der hin und wieder irrt... (aus: Die Fensterrose)

Ein Gespenst ist noch wie eine Stelle,
dran dein Blick mit einem Klange stößt;
aber da, an diesem schwarzen Felle
wird dein stärkstes Schauen aufgelöst:... (aus: Schwarze Katze)

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein... (aus: Der Panther)

Eine Schar kam, die sich überschlug,
froh, als fühlte sie die Fluten glänzend:
Warme, Zugetane, deren Zug
wie mit Zuversicht die Fahrt bekränzend... (aus: Delphine)

Dafür war er auch wie mitgehoben,
wenn der Vogel, den die Herren loben,
glänzend von der Hand geworfen, oben
in dem mitgefühlten Frühlingsmorgen
wie ein Engel auf den Reiher stieß... (aus: Falken-Beize)

Unter türkischen Linden, die blühen, an Rasenrändern,
in leise von ihrem Heimweh geschaukelten Ständern
atmen die Ara und wissen von ihren Ländern,
die sich, auch wenn sie nicht hinsehn, nicht verändern... (aus: Papageien-Park)

In Spiegelbildern wie von Fragonard
ist doch von ihrem Weiß und ihrer Röte
nicht mehr gegeben, als dir einer böte,
wenn er von seiner Freundin sagt: sie war... (aus: Die Flamingos)

Und dann und wann ein weißer Elefant.... (aus: Das Karusell)

Grüße von Paul 8)

ps.: Der Löwe hat nichts zu tun ... (aus: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge) :wink:
"... Knaben, o werft den Mut/ nicht in die Schnelligkeit,/ nicht in den Flugversuch./ Alles ist ausgeruht:/ Dunkel und Helligkeit,/ Blume und Buch." (R.M. Rilke)

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Anna B.
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Beitrag von Anna B. » 7. Jul 2005, 11:27

Hallo Paul,

...da hast Du ja einen ganzen Zoo aufgebaut :wink: ... , aber ob Rilke das so gewollt hätte :? ?

Ich zumindest kann da nur antworten mit Rilkes:


O dieses ist das Tier, das es nicht giebt.
Sie wußtens nicht und habens jeden Falls
- sein Wandeln, seine Haltung, seinen Hals,
bis in des stillen Blickes Licht - geliebt....


Mal sehen, was daraus noch wird :lol: ?!

Liebe Grüße von Anna :lol:

Gast

Re: bunt gemischtes spiel

Beitrag von Gast » 7. Dez 2005, 16:08

Paul A. hat geschrieben:Hallo Anna,

wie wär`s denn damit ?

Verzauberte: wie kann der Einklang zweier
erwählter Worte je den Reim erreichen,
der in dir kommt und geht, wie auf ein Zeichen.
Aus deiner Stirne steigen Laub und Leier... (aus: Die Gazelle)

Diese Mühsahl, durch noch Ungetanes
schwer und wie gebunden hinzugehn,
gleicht dem ungeschaffnen Gang des Schwanes... (aus: Der Schwan)

Wenn auf dem Markt, sich wiegend, der Beschwörer
die Kürbisflöte pfeift, die reizt und lullt,
so kann es sein, daß er sich einen Hörer
herüberlockt, der ganz aus dem Tumult

der Buden eintritt in den Kreis der Pfeife,
die will und will und will und die erreicht,
daß das Reptil in seinem Korb sich steife
und die das steife schmeichlerisch erweicht... (aus: Schlangen-Beschwörung)

Da drin: das träge Treten ihrer Tatzen
macht eine Stille, die dich fast verwirrt;
und wie dann plötzlich eine von den Katzen
den Blick an ihr, der hin und wieder irrt... (aus: Die Fensterrose)

Ein Gespenst ist noch wie eine Stelle,
dran dein Blick mit einem Klange stößt;
aber da, an diesem schwarzen Felle
wird dein stärkstes Schauen aufgelöst:... (aus: Schwarze Katze)

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein... (aus: Der Panther)

Eine Schar kam, die sich überschlug,
froh, als fühlte sie die Fluten glänzend:
Warme, Zugetane, deren Zug
wie mit Zuversicht die Fahrt bekränzend... (aus: Delphine)

Dafür war er auch wie mitgehoben,
wenn der Vogel, den die Herren loben,
glänzend von der Hand geworfen, oben
in dem mitgefühlten Frühlingsmorgen
wie ein Engel auf den Reiher stieß... (aus: Falken-Beize)

Unter türkischen Linden, die blühen, an Rasenrändern,
in leise von ihrem Heimweh geschaukelten Ständern
atmen die Ara und wissen von ihren Ländern,
die sich, auch wenn sie nicht hinsehn, nicht verändern... (aus: Papageien-Park)

In Spiegelbildern wie von Fragonard
ist doch von ihrem Weiß und ihrer Röte
nicht mehr gegeben, als dir einer böte,
wenn er von seiner Freundin sagt: sie war... (aus: Die Flamingos)

Und dann und wann ein weißer Elefant.... (aus: Das Karusell)

Grüße von Paul 8)

ps.: Der Löwe hat nichts zu tun ... (aus: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge) :wink:
:D

gliwi
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Beitrag von gliwi » 7. Dez 2005, 20:01

Wozu sind eigentlich diese dummen Zitierereien gut? Kann mir das jemand mal erklären? Da geistert ein namenloser Gast herum, zitiert seitenweise, sagt aber nichts dazu - hat das irgendeinen Sinn?:roll:
gliwi
Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. KANT

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Volker
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Die Antennen

Beitrag von Volker » 9. Dez 2005, 01:28

SMS senden - wie wäre es damit:
Heil dem Geist, der uns verbinden mag;
denn wir leben wahrhaft in Figuren.
Und mit kleinen Schritten gehn die Uhren
neben unserm eigentlichen Tag.

Ohne unsern wahren Platz zu kennen,
handeln wir aus wirklichem Bezug.
Die Antennen fühlen die Antennen,
und die leere Ferne trug...

Reine Spannung. O Musik der Kräfte!
Ist nicht durch die läßlichen Geschäfte
jede Störung von dir abgelenkt?

Selbst wenn sich der Bauer sorgt und handelt,
wo die Saat in Sommer sich verwandelt,
reicht er niemals hin. Die Erde schenkt.


Aus: Die Sonette an Orpheus, Erster Teil (1922)
Ich hab' auch Verstand.©
gez. Volker

gliwi
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Beitrag von gliwi » 9. Dez 2005, 17:56

Hallo Volker,
wieder mal an Land? Das ist aber eine Freude, dass du dich hier wieder einklinkst! :D
Einen lieben Gruß
von Christiane
Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. KANT

Fritz
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Beitrag von Fritz » 12. Dez 2005, 22:18

Hi,

sending an SMS... ? Das nicht gerade, aber Post ist unterwegs: Music is in the Air ! Und das tatsächlich :wink: : WEIHNACHTEN :lol: !

Fritz :lol:
"Zwei alte Tanten tanzen Tango mitten in der Nacht..." (G.Kreisler)

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Volker
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Danke

Beitrag von Volker » 13. Dez 2005, 01:10

Hallo gliwiChristiane!

Ist doch wirklich nett, nach vier Monaten rilkeloser Zeit hier wieder namentlich begrüßt zu werden. Danke!

Schöne Weihnachtszeit!
V.
Ich hab' auch Verstand.©
gez. Volker

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