woher stammt dieser text?

Rilke-Texte gesucht und gefunden

Moderatoren: Thilo, stilz

Antworten
jaimee

woher stammt dieser text?

Beitrag von jaimee » 12. Nov 2002, 21:52

hallo ihr,
bitte bitte könnt ihr mir helfen? die suchfunktion kann es leider nicht.
ist dies hier ein eigenständiges gedicht oder ein ausschnitt aus welchem text?
rilke ist als autor angegeben, aber ich kenne diesen text noch nicht und kann auch nichts weiter dazu finden.
"du bist so fremd, du bist so bleich,
nur manchmal glüht auf deinen wangen
ein hoffnungsloses heimverlangen
nach dem verlornen rosenreich.

dann steht dein auge, tief und klar,
aus allem müssen, allem mühen
ins land, wo nichts als stilles blühen
die arbeit deiner hände war."

ThomasR

Beitrag von ThomasR » 13. Nov 2002, 17:26

Hallo, der Text hat keine Überschrift (zumindest ist im Insel Taschenbuch Verlag keine angegeben). Scheinbar stammt der Text aus dem Zyklus "Advent" und besteht eben aus jenen 2 Strophen...
lg Thomas

queequeg20

Beitrag von queequeg20 » 29. Nov 2002, 15:58

Ich hab auch eine Frage, die ich einfach mal in diesen Thread reinschreibe:

In einem Kalender habe ich einen Ausspruch entdeckt, der von Rilke stammen soll. Er lautet:
"Vergessen wir nie: Das Leben ist eine Herrlichkeit!"

Weiß vielleicht jemand, aus welchem Gedicht, Roman etc. dieser Spruch stammt?

Viele Grüße
Christine

queequeg20
Beiträge: 1
Registriert: 29. Nov 2002, 18:19
Wohnort: Bochum
Kontaktdaten:

Beitrag von queequeg20 » 29. Nov 2002, 18:22

*huch! gelöscht, da doppelt. Tschuldigung!*

sedna
Beiträge: 368
Registriert: 3. Mai 2010, 14:15
Wohnort: Preußisch Sibirien

Re: woher stammt dieser text?

Beitrag von sedna » 23. Dez 2010, 00:57

ThomasR hat geschrieben:Hallo, der Text hat keine Überschrift (zumindest ist im Insel Taschenbuch Verlag keine angegeben). Scheinbar stammt der Text aus dem Zyklus "Advent" und besteht eben aus jenen 2 Strophen
So ist es. Geschrieben 1898. Hier das Gedicht in der korrekten Fassung:

"Du bist so fremd, du bist so bleich.
Nur manchmal glüht auf deinen Wangen
ein hoffnungsloses Heimverlangen
nach dem verlornen Rosenreich.

Dann sehnt dein Auge, tief und klar,
aus allem Müssen, allem Mühen
ins Land, wo nichts als stilles Blühen
die Arbeit deiner Hände war."

In: RMR, Gesammelte Werke, Bd. I, Leipzig: Insel Verlag 1927, S. 213.

queequeg20 hat geschrieben:"Vergessen wir nie: Das Leben ist eine Herrlichkeit!"

Weiß vielleicht jemand, aus welchem Gedicht, Roman etc. dieser Spruch stammt?
Das wird an dieser Stelle im Forum enträtselt:
http://www.rilke.de/phpBB3/viewtopic.php?f=11&t=4699

sedna
die ein ausbrechendes Lied in die Unsichtbarkeit wirft!

Antworten