Sehen lernen

Rilke-Texte gesucht und gefunden

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.Sabine.
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Sehen lernen

Beitrag von .Sabine. » 9. Okt 2008, 21:33

Hallo,

ich suche ein Gedicht von Rilke über Leute, die nichts wahr-nehmen, erkennen können und so wie Malte "sehen lernen" - zumindest dem Sinn nach ... !

Fällt Euch dazu etwas ein ?

Sabine :D
"Ich lerne sehen.... " (Rainer Maria Rilke)

Mona
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Re: Sehen lernen

Beitrag von Mona » 11. Okt 2008, 11:11

Hallo,

Zu Deiner Frage fällt mir folgendes Gedicht von Rilke ein:

Menschen bei Nacht

Die Nächte sind nicht für die Menge gemacht.
Von deinem Nachbar trennt dich die Nacht,
und du sollst ihn nicht suchen trotzdem.
Und machst du nachts deine Stube licht,
um Menschen zu schauen ins Angesicht,
so mußt du bedenken: wem.

Die Menschen sind furchtbar vom Licht entstellt,
das von ihren Gesichtern träuft,
und haben sie nachts sich zusammengesellt,
so schaust du eine wankende Welt
durcheinandergehäuft.
Auf ihren Stirnen hat gelber Schein
alle Gedanken verdrängt,
in ihren Blicken flackert der Wein,
an ihren Händen hängt
die schwere Gebärde, mit der sie sich
bei ihren Gesprächen verstehn;
und dabei sagen sie: Ich und Ich
und meinen: Irgendwen.

Mona :D
"Wie man sich lange über die Bewegung der Sonne getäuscht hat, so täuscht man sich immer noch über die Bewegung des Kommenden. Die Zukunft steht fest,... wir aber bewegen uns im unendlichen Raume."(RMR)

Paula
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Re: Sehen lernen

Beitrag von Paula » 12. Okt 2008, 10:02

Hallo Ihr beiden, hallo Forum,

manches kann man erst wahrnehmen, wenn man nicht so genau hinschaut oder die Blickrichtung ändert . Warum gelingt das nur so wenigen ?

Mir fallen dazu Rilkes Christus-Visionen ein.

Paula :D

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