Grabstein Rilkes - Theorie

Von den frühen Prager Gedichten über Cornet, Neue Gedichte, Sonette und Elegien bis zum lyrischen Grabspruch

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Xaturas
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Grabstein Rilkes - Theorie

Beitrag von Xaturas » 1. Mär 2017, 18:13

Hallöle :)
Ich habe mal eine kleine Theorie zu Rilkes Grabspruch (bereite aktuell ein Referat über ihn vor und die Idee ist mir so nebenbei gekommen ^.^) Wollte einfach mal fragen ob es plausibel klingt.

Nochmal zum erinnern der Spruch:

Rose, o reiner Widerspruch,
Lust, Niemandes Schlaf zu sein
unter so viel Lidern.

Alsooou c: Meine Idee basiert darauf, dass Rilke ja die Rose zum schlafen liebte. Halten wir fest:
Rose = Schlaf - in der Literatur aber eher ein Symbol für die Liebe... In der Weiterführung kommt nun die "Lust" mit hinein. Wenn man Liebe nimmt, passt die Lust recht gut in dieses Konzept mit hinein. Diese "Lust" sollte laut Rilke jedoch "Niemandes Schlaf zu sein" !.

Für ihn ist also die Rose (=Schlaf!) ein absoluter Widerspruch zur Literatur in dem sie Liebe (=Lust!) bedeutet. Was haltet ihr davon? Zu weit her geholt oder unwahrscheinlich für Rilke?

LG
~X

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