Suche Drei-Sterne-Gedicht

Von den frühen Prager Gedichten über Cornet, Neue Gedichte, Sonette und Elegien bis zum lyrischen Grabspruch

Moderatoren: sedna, Thilo

Benutzeravatar
lilaloufan
Beiträge: 846
Registriert: 18. Apr 2006, 18:05
Wohnort: Otzberg (Südhessen)
Kontaktdaten:

Re: Suche Drei-Sterne-Gedicht

Beitrag von lilaloufan » 2. Apr 2012, 13:51

stilz hat geschrieben:Wie verhalten sich die Worte »verhielte sich« in diesem Gedicht zu dem »weil die Liebkosung verhält« in der zweiten und dem »Verhalt ihn« in der dritten Elegie?
Zwischen zwei Terminen nun doch, kurz:

Eⅱ »die Liebkosung verhält«, da hat es meines Erachtens mehr die Tingierung unseres heute gebräuchlichen „anhalten“; in der Schlusszeile Eⅲ mehr die von „aufhalten“. Beide Male ist es ja nonreflexiv gebraucht! –

Hier: <Schleichwerbung dafür, ab und zu den Grimm zu konsultieren> hab’ ich spannende Bettlektüre.

Grüßle,
c.

P.S.: Meine Frage bleibt:
lilaloufan hat geschrieben:Das sollte heißen, wer nicht an sich, dem alten Esel, arbeitete, der würde immer vom von innen drängenden Ungestüm seiner „tierverwandten Natur” zu seinen (dann unfreien und vor allem ungezügelten: „Übermaß und Menge”!) Handlungen und Ängsten getrieben sein, denn erst die ur-menschliche Zurückhaltung kultiviert den Wilden. Sein Verhalten bliebe so, dass man ihn in seinen Hand-lungen „voll”=erfüllt aufgehen sähe, aber eben nicht mit der Hingabe des Interesses an das Tun, sondern so, dass er sich im Hand-haben erschöpfte und man Kopf und Herz vermissen müsste.

Ist’s so jetzt deutlicher?
»Wir tragen leidenschaftlich den Honig des Sichtbaren ein, um ihn im großen goldenen Bienenstock des Unsichtbaren anzuhäufen.«

Antworten