Liebes-Lied - Analyse der letzten 3 Zeilen

Von den frühen Prager Gedichten über Cornet, Neue Gedichte, Sonette und Elegien bis zum lyrischen Grabspruch

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Henry Lou

Re: Liebes-Lied - Analyse der letzten 3 Zeilen

Beitrag von Henry Lou » 14. Jan 2010, 20:05

„Denn das sind Lieder: schönes Schweigen vieler,
das aus dem einen wie in Strahlen steigt.
Immer allein ist, welcher geigt,
und bei den Andern ist der schlanke Spieler
der Allerschweigendste, der schweigt.“

(Briefgedicht an Paula Becker, Berlin-Schmargendorf, Sonntag 28. Oktober 1900)

stilz
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Re: Liebes-Lied - Analyse der letzten 3 Zeilen

Beitrag von stilz » 5. Feb 2010, 09:46

Und hier noch ein Fund zum Thema "Spieler" versus "Geiger":
  • XIV. Wenn zwei oder drei Menschen zusammenkommen, sind sie deshalb noch nicht beisammen. Sie sind wie Marionetten deren Drähte in verschiedenen Händen liegen. Erst wenn eine Hand alle lenkt, kommt eine Gemeinsamkeit über sie, welche sie zum Verneigen zwingt oder zum Dreinhauen. Und auch die Kräfte des Menschen sind dort, wo seine Drähte enden in einer haltenden herrschenden Hand.

    (Aus "Notizen zur Melodie der Dinge")
"Wenn wir Gott mehr lieben, als wir den Satan fürchten, ist Gott stärker in unseren Herzen. Fürchten wir aber den Satan mehr, als wir Gott lieben, dann ist der Satan stärker." (Erika Mitterer)

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lilaloufan
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Re: Liebes-Lied - Analyse der letzten 3 Zeilen

Beitrag von lilaloufan » 26. Feb 2012, 16:58

Hier <Link> hab' ich heute noch einmal an dieses langvergang'ne Gespräch gedacht und bekenne, eine von etlichen möglichen Perspektiven hier nicht bedacht zu haben; lest selbst.

Liebe Grüße,
Christoph
»Wir tragen leidenschaftlich den Honig des Sichtbaren ein, um ihn im großen goldenen Bienenstock des Unsichtbaren anzuhäufen.«

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