Fragebogen-Antworten an Hermann Pongs vom 21. Oktober 1924.

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Gisli
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Fragebogen-Antworten an Hermann Pongs vom 21. Oktober 1924.

Beitrag von Gisli » 7. Nov 2006, 21:19

Liebe Rilke-Freunde,

am 21. Oktober 1924 schrieb Rilke einen Brief an Professor Hermann Pongs. Dieser Brief befindet sich in der zweibändigen Ausgabe von Rilkes Briefen (1950). Rilke beantwortet aber gleichzeitig einen
Fragebogen, den Pongs ihm geschickt hatte. Weiß jemand, wo Rilkes Antworten auf Pongs Fragen zu finden sind?

Ich bedanke mich im Voraus! :D

Gísli Magnússon

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lilaloufan
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Pongs-Fragebogen

Beitrag von lilaloufan » 8. Nov 2006, 08:55

In den Briefen aus Muzot, Insel 1937, Nr. 98 (pp. 320-324).

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Gisli
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Beitrag von Gisli » 9. Nov 2006, 03:40

Herzlichen Dank, Lilaloufan!!! :D :D :D :D :D

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lilaloufan
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Beitrag von lilaloufan » 23. Nov 2006, 20:55

Gisli, hier bedankst du dich, und auf http://www.rilke.de/phpboard/viewtopic.php?p=7596#7596 schreibst du im P.S., ich hätte dir [zwar nett, aber] die falsche Stelle genannt; das trifft erstens nicht zu, und zweitens hätten wir es per PN klären können. In der Ausgabe der Briefe aus Muzot, die ich dir genau benannt habe, steht der gesamte Fragebogen von Pongs samt RMRs Antworten auf den genannten Seiten. Schick' mir, wenn du willst, per PN deine e-Mail-Adresse, dann kriegst du die Seiten eingescannt.

l.

Mona
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Beitrag von Mona » 15. Dez 2006, 20:29

Hallo,

wer war denn überhaupt dieser Hermann Pongs ? Etwa der mit dem "kleinen Lexikon der Weltliteratur" ?

Mona :lol:
"Wie man sich lange über die Bewegung der Sonne getäuscht hat, so täuscht man sich immer noch über die Bewegung des Kommenden. Die Zukunft steht fest,... wir aber bewegen uns im unendlichen Raume."(RMR)

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Gisli
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Beitrag von Gisli » 16. Dez 2006, 01:55

Hallo Mona,

ja, Hermann Pongs (1889-1979) war Dr.phil, Professor und Literaturhistoriker.

Gruß

Gísli

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Gisli
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Beitrag von Gisli » 16. Dez 2006, 02:03

Eine schnelle Google-Suche ergab Folgendes:
Hermann Pongs (1889 - 1979) habilitierte sich 1922 in Marburg und wurde 1927 a.o. Prof. in Groningen. In der Fachwelt durch den ersten Band seines Hauptwerks "Das Bild in der Dichtung" (1927) hervorgetreten, bekannte er er sich schon früh zu "Rasse und Blut" und orientierte sich ab 1933 an den literarischen Werken der Nationalsozialisten. Später trat er gegen die kritische Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Literatur und Germanistik auf und setzte sich für eine "Avantgarde rechts" ein. 1954 erschien sein "kleines Lexikon der Weltliteratur".
Kein bewundernswertes Schicksal nach dem Aufkommen des Nationalsozialismus. :roll:

Mona
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Beitrag von Mona » 16. Dez 2006, 15:36

Hallo,

ich frage mich, ob das überhaupt wichtig ist, wenn wir uns mit Rilke beschäftigen, zu wissen, was aus Pongs nach 33 - im NS - wurde . Was mich viel mehr interessiert, wie er dazu kam, einen Fragebogen an Rilke zu schicken ! Irgendwie muss das Rilke ja auch interessiert haben, sonst hätte er vermutlich die Fragen gar nicht beantwortet . Weiss jemand mehr ?

Mona :lol:
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Beitrag von stilz » 16. Dez 2006, 16:48

Und vor allem würden mich jetzt halt mal die Fragen interessieren, die Pongs gestellt hat... und "Fragebogen" hört sich ja fast so an, als hätte er diese Fragen nicht nur Rilke gestellt...
Auf http://www.rilke.de/briefe/211024.htm erfahre ich von Tolstoi, Rodin, "arm und reich" ... aber das war ja wohl nicht alles gewesen.

Wenn jemand mehr weiß und sich auch noch die Mühe machen möchte, etwas davon hier hereinzustellen -- ich wäre sehr dankbar!

Adventliche Grüße

stilz
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Beitrag von gliwi » 16. Dez 2006, 17:09

Mona hat geschrieben:Hallo,

ich frage mich, ob das überhaupt wichtig ist, wenn wir uns mit Rilke beschäftigen, zu wissen, was aus Pongs nach 33 - im NS - wurde .

Mona :lol:
Es wurde gefragt, wer dieser Pongs ist. Und da - Rilke her oder hin - gebietet es die intelektuelle Redlichkeit, diesen Teil der Persönlichkeit nicht auszublenden. Wenn wir so anfangen, machen wir uns zum Handlanger des Neofaschismus. :evil:
Gruß
gliwi
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Beitrag von Mona » 16. Dez 2006, 19:58

Hallo gliwi,

Hilfe ! Natürlich will ich mich nicht zum Handlanger der Neofaschisten machen :evil: ! Meine Frage bezieht sich nur darauf, wer Pongs war als er Rilke den Fragebogen schickte. Vermutlich wusste er da noch gar nichts von der NS-Zeit und konnte nicht vorhersehen, wie es sich entwickeln würde.... Man verändert sich doch. Und: wer kann schon hellsehen :roll: ???

Mona :lol:
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Anna B.
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Beitrag von Anna B. » 16. Dez 2006, 20:53

Hallo,

auch wenn ich momentan ganz wenig Zeit habe, ich hab den Brief hier mit dem Fragebogen in Kopie und stell ihn in den nächsten Tagen rein, oder mindestens teilweise, wenn ich dazu komme. Falls jemand anders mir zuvorkommt, bin ich auch nicht traurig ...

Anna Blume :lol:
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Beitrag von gliwi » 17. Dez 2006, 01:13

Mona hat geschrieben:Hallo gliwi,
Vermutlich wusste er da noch gar nichts von der NS-Zeit und konnte nicht vorhersehen, wie es sich entwickeln würde.... Man verändert sich doch. Und: wer kann schon hellsehen :roll: ???

Mona :lol:
Hallo Mona,
wie "es" sich entwickeln würde? Nicht "es" hat sich entwickelt, sondern die Menschen haben sich dahin entwickelt, und solche wie Pongs haben den Weg dafür bereitet. Übrigens haben eine ganze Reihe kluger Leute die Entwicklung vorausgesehen und davor gewarnt. Die NS-Zeit ist doch nicht wie eine Naturkatastrophe über die Menschen gekommen!
Gruß
gliwi
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Anna B.
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Beitrag von Anna B. » 18. Dez 2006, 16:59

Hallo Christiane, hallo Ingrid und alle Anderen,

ich stimme Dir, gliwi, in allem zu.

Hier schon mal die ersten drei Fragen von Hermann Pongs:

Prager Zeit. Abitur 1894 ?

Als Student in Prag bis Mitte 1896 ?

Erinnerungen an Dozenten ? Malerei ? (Klimt?)

Jetzt muss ich aber ganz schnell nach Hause zu meiner kranken Mutter :cry: !!!

Anna
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Beitrag von Anna B. » 19. Dez 2006, 15:27

und wurde 1927 a.o. Prof. in Groningen


Hallo,

habe gerade so nebenbei mal in der Rilke-Chronik geblättert und dabei fiel mir auf, dass dort statt Groningen Göttingen steht . Was ist denn nun richtig ?

Anna :lol:
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