ORIGINALBRIEF VON R. M. RILKE

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murtal911
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ORIGINALBRIEF VON R. M. RILKE

Beitrag von murtal911 » 27. Jul 2008, 12:42

Hallo liebe Forummitglieder,

vorausgeschickt: Ich bin kein Rilke-Experte!
Durch einen Zufall kam ich in den Besitz eines, meines Erachtens Original Briefes von R. M. Rilke.
Der Brief ist datiert vom
12. August 1911, Janowitz,Böhmen
und adressiert an
Fräulein Vera von Gressel, Laibach, Gradica 7
Das Kuvert ist mit einer 10 Heller Marke (Kaiser Franz Josef) frankiert und dem Poststempel von Janowitz vom 12. 8. 11 sowie einem grauen nicht klar identifizierbarem Siegel auf der Rückseite.
Weiters liegt diesem Brief ein mit Maschine geschriebener, zweieinhalbseitiger, romantischer Aufsatz von Vera Gressel aus späteren Jahren bei, in dem der Brief auch zitiert wird.

Könnte mir jemand sagen ob der Brief zuordenbar ist und ob und wie sich eine zweifelsfreie Originalität feststellen läßt?
Vielen Dank,
murtal911

Renée
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Re: ORIGINALBRIEF VON R. M. RILKE

Beitrag von Renée » 28. Jul 2008, 11:01

Glücklicher Besitzer eines Rilke-Briefs, Gratulation!

Zwar sind Briefe an Vera von Gressel nicht bekannt, aber es kann sich ja durchaus um ein Einzelstück handeln. jedenfalls war Rilke um diese Zeit Gast in Janowitz bei Johannes Nádherný, dessen Schwester Sidonie (Sidie) Nádherný von Borutin damals gerade in England war - Rilke hat sie am 15. 8. 1911 noch in Prag gesehen.

Ein Schriftvergleich lässt sich an Hand von Faksimile-Drucken leicht feststellen, sonst sicher durch das Deutsche Literaturarchiv in Marbach oder die Landesbibliothek in Bern, die beide große Rilke-Sammlungen haben. Auch ich könnte das, wenn Du mich persönlich anschreibst und mir per e-mail eine Abbildung schickst. Rilke pflegte seine Briefe mit blauem Siegellack zu schließen - ob er das freilich bei sich hatte? Und erkannt man das Wappen mit den springenden Windhunden?

Jedenfalls ist das ein glücklicher Fund!
Renée

Anneliese M.
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Re: ORIGINALBRIEF VON R. M. RILKE

Beitrag von Anneliese M. » 3. Aug 2008, 22:04

An Renee
Ich sah in einem Ihrer Beiträge, dass Sie ein tagebuch der Frau Gudi Nölke erwähnen. Ist es gerausgegeben oder in Familienhänden? Und im letzteren Fall, können Sie mir sagen ob Raymund D. Nölke (Sohn der Auguste Nölke) noch am Leben ist (höchstwahrscheinlich nicht), ich habe ihn in Portugal gut gekannt, völlig aus der Perspektive verloren, würde aber gerne wissen, was aus ihm geworden ist.
Anneliese, aus Portugal

Renée
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Re: ORIGINALBRIEF VON R. M. RILKE

Beitrag von Renée » 5. Aug 2008, 20:43

Liebe Anneliese,

das Tagebuch von Frau Nölke in einer Ablichtung wurde mir von Dirk Nölke zur Verfügung gestellt, der meines Wissens in Tübingen lebt, wohl ein Enkel. Ich war nicht in direkter Verbindung mit ihm.

Vielleicht genügt diese Auskunft, um ihn zu erreichen...

Beste Grüße, Renée

Anneliese M.
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Re: ORIGINALBRIEF VON R. M. RILKE

Beitrag von Anneliese M. » 5. Aug 2008, 22:36

Liebe Renee,
Ich war gestern mit Dirk Nölke in Verbindung (via stay friends), er ist ein Enkel der Frau Gudi Nölke. Ich werde versuchen das Tagebuch zu bekommen, besonders weil ich versuche die 2Brief an frau Gudi Nölke" ins Portugiesische zu übersetzen.
Herzliche Grüsse
Anneliese

Anneliese M.
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Re: ORIGINALBRIEF VON R. M. RILKE

Beitrag von Anneliese M. » 5. Aug 2008, 22:37

Hallo Renée
Ich vertippe mich ewig: es heisst "Brief an Frau Gudi Nölke"

virgo
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Re: ORIGINALBRIEF VON R. M. RILKE

Beitrag von virgo » 30. Jul 2009, 13:05

Hallo Anneliese!

Von Raymund Noelke habe ich Nachrichten. Ich war mit einem seiner Sohne befreudet. Beide sind schon gestorben. Zufalligerweise bin ich auch keine Rilke Expertin, habe aber auch einen Brief von ihm an Frau Noelke.
Wurde gerne mit Ihnen daruber reden. Lebe in der Nahe von Lissabon.

Cumprts
Virgo

Harald
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Re: ORIGINALBRIEF VON R. M. RILKE

Beitrag von Harald » 30. Jul 2009, 21:47

Das "Verordnungsblatt von Austria. Bundesministerium für Unterricht, Austria. Ministerium für Innere und Kulturelle Angelegenheiten, 1908" erwähnt auf S. 194:
Vera Gressel Edle von Baraga.
Da könnte man ansetzen.
... und Anfang glänzt / an allen Bruchstelln unseres Mißlingens

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