Rilke und Reinkarnation

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Marie
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Rilke und Reinkarnation

Beitrag von Marie » 13. Jun 2003, 21:39

Hallo Ulrich,

vielen Dank erst mal für das verlockende Angebot mit London, leider lässt sich das aus verschiedenen Gründen z. Z. nicht umsetzen. Ich habe deinen Beitrag, den du auch als „PN“ geschickt hast eben nicht mehr im Forum gefunden, hatte aber sowieso vor, direkt im Forum zu antworten und ein neues Thema dazu zu starten, um die anderen Beiträge nicht durcheinander zu bringen. Das hat folgende Gründe:

1.Es gab doch sehr zahlreiche Aufrufe zu dem Duino-Beitrag d. h. es sind offensichtlich mehr Personen als die drei, von denen es Rückmeldungen gab, „passiv“ beteiligt – mit welcher Einstellung zu dem Thema auch immer. Mit Rücksicht darauf, schreibe ich weiter offiziell im Forum und antworte nicht unter „PN“. Wer kein Interesse an dieser Diskussion hat, braucht die Beiträge ja nicht aufzurufen.

2.Wenn ich über meine Erinnerungen an mein Leben als Marie Taxis schreibe, hat das natürlich immer auch etwas mit Rilke zu tun und ist daher kein thematischer Ausrutscher. Sollte das von Administratorseite anders gesehen werden, bitte ich um Rückmeldung, dann würde ich über dieses Thema höchstens noch PN’s schreiben.

3.Für Reinkarnation und Spiritualität war Rilke immer offen, das belegen nicht nur seine Werke, sondern auch zahlreiche Briefe. Von daher gehört dieses Thema auch zur Auseinandersetzung mit Rilke und seiner Dichtung. Mein „Bekenntnis“ ist auch als Einladung zu verstehen, diesen meist ausgeklammerten Bereich der Rilke-Rezeption zu integrieren und offen zu diskutieren. Es gibt keine blöden Fragen, nur blöde Antworten!

4.Ich betrachte diese Erinnerungen trotz aller Schwierigkeiten, die sie mir über lange Zeit brachten, als ein Geschenk der geistigen Welt. Dies ist aber vor allem an ein Gefühl von Verantwortlichkeit und „Dienst“ gekoppelt. Wissen wird oft zum „Orden“, der Exklusivität und Macht demonstriert. Ich hoffe, dass ich in diese Falle nicht tappe, sondern auch in diesen Dingen Demut (d. h. zu erkennen, dass man eingebettet ist in größere Zusammenhänge und sich freut, wenn man empfangenes Licht mit anderen teilen kann anstatt es zu „bunkern“ – nicht zu verwechseln mit Missionarstum!) praktizieren kann. Falsche Bescheidenheit ist m. E. aber genauso verkehrt wie (spirituelle) Überheblichkeit - ganz einfach ist es nicht, mit solchen Erfahrungen umzugehen! Diesen Balanceakt kannte Rilke wohl auch sehr gut! Ich gewinne aber ein immer sichereres Gespür dafür, wann ich die Lehrer- und wann die Schüler-Rolle zu übernehmen habe.

Zu B. Hellinger: Dein Tipp mit der Reinkarnationsaufstellung ist mir nicht neu. Ich kenne eine sehr vertrauenswürdige Therapeutin, die in diesem Bereich arbeitet und zwar unglaublich effizient. Ich empfehle sie oft weiter, ohne selbst den geringsten Drang zu verspüren, selbst eine Aufstellung zu machen. Offensichtlich ist das nicht nötig, weil bei mir vieles über „Direktleitung“ erarbeitet wurde und wird. Ich gebe zu, dass Hellingers oft sehr autoritäres, fast patriarchalisches Auftreten, mich nicht sonderlich anspricht. Meine Eindrücke sind allerdings ein paar Jahre alt, vielleicht hat er sich in der Hinsicht auch weiter entwickelt. C. G. Jung hat im Zusammenhang mit der Traumdeutung mal gesagt, sein Leitmotiv zu Beginn jeder Sitzung sei (aus der Erinnerung zitiert): “Ich habe nicht die geringste Ahnung, was dieser Traum bedeutet.“ Diese offene und bescheidene Haltung ist mir einfach lieber als der „Übervater“, der die Klienten am Händchen führt – aber es ist in Ordnung, wenn jemand das so will. Er wird auch von einem Teil seiner Klienten und Schüler wie ein Guru verehrt – ebenfalls ein Muster, das bei mir keine Resonanz findet. Ich fühle mich keiner Methode, spirituellen Richtung oder geistigem Führer gegenüber verpflichtet. Alle Tendenzen in diese Richtung wurden stets, wie von unsichtbarer Hand gesteuert, abgewürgt. Inzwischen bin ich froh darüber, weil es dadurch keine Ab- und Ausgrenzungen mehr gibt.

Als ich über dein Angebot nachdachte, fiel mir sofort das Bild ein, das Volker kürzlich ins Forum gestellt hatte: der kippende Eselkarren mit dem in der Luft hängenden Esel! Dazu kam der Satz: Lasse dich mit deinen Erinnerungen an Rilke und dem damaligen Namen nicht vor einen Karren spannen! Hellinger hat es nicht nötig, sich damit noch mehr zu profilieren und ich auch nicht.

Rilke hatte eine psychoanalyt. Behandlung damals abgelehnt, weil er sich (s. Brief an Lou, Datum ?) „die Teufel“ nicht austreiben lassen wollte, die er auch als Motor für seine Berufung als Dichter ansah. Er hat gewissermaßen sein eigenes Heil geopfert, um seine Dichtung als Auftrag und im Dienst an der Allgemeinheit schreiben zu können! Das kann man gar nicht hoch genug schätzen, wenn man weiß wie sehr dieser Mann gelitten hat!
Zum Glück bin ich nicht in einer so fatalen Situation. Das Gespür, dass die Erinnerungen „Aufgabe“ sind, die über das persönliche Interesse hinaus reicht, ist jedoch sehr ausgeprägt und ich weiß, dass ich auch für Rilke, mit dem ich auf der Seelenebene eng verbunden bin, nur auf diesem Weg etwas tun kann.
Alle Erinnerungen sind übrigens nicht Resultat irgendeiner Methode, sondern kamen immer spontan. Alles weitere wird auch ohne systematische Hilfe offen gelegt werden, davon bin ich überzeugt.
Die Psycho-Kinesiologie ist für mich nur in so weit relevant, als dass ich sie durch eine Frau kennen gelernt habe, die ebenfalls zu meiner Seelenfamilie gehört. Die Unterstützung kommt primär aus dieser Verbindung und die Methode ist höchstens sekundär. In dem Buch „Das Rad des Lebens“ schildert E. Kübler-Ross sehr eindrucksvoll ihre zeitweilige Arbeit in der Psychiatrie. Ihre wichtigste Erkenntnis war, dass die Liebe zu den anvertrauten Menschen das einzigste ist, was Heilkraft besitzt. Keine noch so ausgereifte Methode vermag dies zu leisten.

An eine Publikation meiner Erfahrungen habe ich schon gedacht, aber mit Rücksicht auf die betroffenen Personen ist das in absehbarer Zeit nicht möglich. Die Parallelen zwischen damals und heute sind teilweise so auffällig, dass ich die Anonymität dieser Menschen, allen voran dem „heutigen“ Rilke, nicht gewährleisten könnte. Das ist auch der Grund, warum ich dieses Thema ausschließlich unter eigener Regie behalte und nicht gewillt bin, es in fremde Hände zu übergeben.

Liebe Grüße und nochmals vielen Dank für deine einfühlende Beschäftigung mit meinem Duino-Beitrag :D

Marie
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Beitrag von Marie » 13. Jun 2003, 22:18

Ich hatte den Beitrag noch keine 2 Minuten fertig, als in der ZDF-Sendung Aspekte eine Doku zu Rilke und Duino kam!!! Ich war echt geplättet!
Hat das noch jemand gesehen? Ich kenne jemanden, der beim ZDF für diese Sparte zuständig ist und versuche, Bildmaterial fürs Forum zu bekommen. Ich weiß nicht, ob das geht, aber einen Versuch ist es auf jedenfall wert.

Viele Grüße :shock:

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Volker
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Beitrag von Volker » 13. Jun 2003, 22:38

Hab ich was verpasst?
ZDF aspekte nicht gesehen, aber im Internet nachgeschaut:
Eigentlich schon alles bekannt....
Bild

Trotzdem, danke für den Hinweis.
Ich hab' auch Verstand.©
gez. Volker

ulrich
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Beitrag von ulrich » 15. Jun 2003, 03:47

Beitrag geloescht
Zuletzt geändert von ulrich am 15. Jun 2003, 14:59, insgesamt 1-mal geändert.
' The immense hazard and the immense blindness of the world are
only an illusion to him who believes. '
--Pierre Teilhard de Chardin

Marie
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Beitrag von Marie » 15. Jun 2003, 07:30

„Das ist kranker Quatsch. Das ist Projektion.“

Hast du da evt. Deine eigene Diagnose gestellt?

Dein „Mitgefühl“, Ulrich, scheint mir nach diesem Beitrag eher Konzept als Realität zu sein!
Ich habe gerade erst etwas sehr wichtiges dazu gelernt: Ich lasse mich nicht mehr auf die Macht- und Egospiele anderer ein, auch wenn mir dann Aggression (und du bist aggressiv!) aus gekränkter Eitelkeit entgegenschlägt. Ich biete solchen Bestrebungen ab sofort auch keine Resonanz mehr.
Wer glaubt, mich (und sogar Rilke) übers Internet therapieren zu müssen und seine eigenen Themen (mit Therapien, Nazis, „Abstand von Mitgefühl“ usw.) projiziert, versucht lediglich andere an Stelle von sich selbst zu therapieren aus einem Mangel an Eigenliebe. Ich habe kein Problem mit Führerschaft, ich ordne mich lediglich nicht mehr „falschen Propheten“ unter – zu Recht! Ich danke dir aufrichtig dafür, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast, dass dieses Thema für mich abgeschlossen ist.

Ich wünsche dir alles Liebe und freue mich, wenn du mit Hellinger und Co. das gefunden hast, was für dich richtig ist! Liebe Grüße

Gast

Beitrag von Gast » 15. Jun 2003, 07:36

Schade, dass wohl niemand im Forum auf der letzten Tagung der Rilke-Gesellschaft in München Dr. Hausschilds Vortrag über Rilke und Krankheit gehört hat. Das wäre sehr hilfreich, um eine Menge Spekulationen wegzuräumen. Ich hoffe, ein entsprechender Aufsatz wird bald irgendwo erscheinen. Dann ist die Diskussion über Rilkes Krankheit doch etwas konkreter - unsere Leiden allerdings sind damit natürlich nicht behoben. Aber vielleicht sehen wir klarer?
Mit guten Wünschen
e.u.

Gast

Beitrag von Gast » 15. Jun 2003, 07:38

Schade, dass wohl niemand im Forum auf der letzten Tagung der Rilke-Gesellschaft in München Dr. Hausschilds Vortrag über Rilke und Krankheit gehört hat. Das wäre sehr hilfreich, um eine Menge Spekulationen wegzuräumen. Ich hoffe, ein entsprechender Aufsatz wird bald irgendwo erscheinen. Dann ist die Diskussion über Rilkes Krankheit doch etwas konkreter - unsere Leiden allerdings sind damit natürlich nicht behoben. Aber vielleicht sehen wir klarer?
Mit guten Wünschen
e.u.

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Beitrag von Marie » 15. Jun 2003, 07:55

Hallo e. u.,

ich finde solche Vorträge auch interessant, vor allem (oder nur dann), wenn man in den Themen auch etwas für sich selbst gespiegelt sieht. Wenn dir etwas Inhaltliches aus dem Vortrag bekannt ist, lass' es uns doch wissen.

Was ich aber einfach nicht mag, ist, wenn solche Sachen kommen wie: Rilke hätte sollen können müssen...dann vielleicht wahrscheinlich offensichtlich wäre es ihm besser gegangen - da hört's auf!

Dein "Systemfehler" stört übrigens nicht - du bist auch im "Doppelpack" zu ertragen!

Liebe Grüße :D

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Beitrag von Volker » 15. Jun 2003, 10:27

Hallo,
in diese umfangreiche Diskussion über Reinkarnationstherapie möchte ich mich nicht einmischen, aber eine Kleinigkeit hat mich gestört, Ulrich:
Rilkes angebliche
... leidenschaftliche Abneigung gegen alles Englische ...
Wer sich mal abfällig äußerst über nervige Touris, braucht deswegen noch keine "leidenschaftliche Abneigung" gegen ein ganzes Volk zu haben.

Linda hat kürzlich englische Gedichte ins Forum gestellt mit deutscher Übersetzung von R.M.R.! - Demnach kann R's Abneigung wohl doch nicht so leidenschaftlich gewesen sein.

http://www.rilke.de/phpboard/viewtopic.php?p=743#743
Ich hab' auch Verstand.©
gez. Volker

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Beitrag von ulrich » 15. Jun 2003, 15:52

- doch, er hat England nicht gemocht, war mehrmals von der Fuerstin eingeladen worden, konnte die Vorstellung von England nicht leiden. Gedichte ja, natuerlich.

Hallo Marie, danke fuer Deine Reaktion. Was ich gesagt habe scheint nicht anzukommen, wird als Aggression missverstanden. Ich habe mein posting geloescht, das sind einfach zu persoenliche Dinge und Meinungen und haben letztlich nichts mit Rilke zu tun. Kann Dir vergewissern dass es hier wirklich nicht um gekraenkte Eitelkeit geht. Was Du aber ueber das Heil opfern um anderen Menschen zu helfen gesagt hast, glaube ich weiterhin nicht. Unheil und Krankheit sind nicht die Quellen der Kunst, sie kommt aus der Ueberwindung dieser Dinge und kann daher heilsam wirken. Heilung darf sich nicht nur im Werk, sondern auch in der Seele des Kuenstlers/in entfalten.

Mein posting ist kein Akt der Agression, es ist meine ehrliche Meinung zu diesen Dingen. Ich glaube an Formen der Reinkarnation, aber auch, dass Reinkarnationsphantasien existieren koennen um Familientraumata zu verdecken. Das koennte letztlich nur eine Aufstellung zeigen (wo man sein Problem mehreren anderen Menschen mit-anvertraut, ein wichtiger Therapieschritt)
Aber das willst du nicht, da sind eben 'falsche Propheten' dahinter, und hier scheiden sich halt die Geister, was auch okay ist. Aber ich glaube weiterhin nicht, dass wir hier unten 'Rollen' spielen, und dass Opfer Opferrollen spielen etc. Das kommt fuer mich von falschen, 'New Age' propheten

Rilkes Werk, wie das eigentlich aller Kuenstler, ist eine Mischung aus Genie und Verirrung, seine Aussprueche ueber Christus und einige seiner metaphysischen Theorien, die bereiten mir Uebelkeit. und dennoch muss man seine Arbeit lieben, greift man immer wieder zu den Briefen etc, denn jeder Mensch ist auf dem Weg und das Ringen eines Menschen, sein Licht und sein Schatten geben uns Beistand und Hilfe, es ist eine Form der geistigen Gechwisterschaft. dennoch, ein wenig 'Hellinger und Co' haette ihm nicht geschadet, hat es aber auch nicht gegeben.

'Das Gegenteil vom Glauben ist die Ueberzeugung' - also in diesem Sinne und mit ein bißchen mehr Glauben auf allen Seiten,
alles Liebe,
Ulrich
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Beitrag von Marie » 15. Jun 2003, 20:36

Hallo Volker,

soweit ich weiß, hast du recht mit deiner Skepsis:

(M. T. an Rilke, 8.8.1912)

Kassner hat mir geschrieben (...) er will um den 20. Aug(ust) nach Lautschin kommen, dann in Sept(ember) nach London wo er mich durchaus haben will - er behauptet Bnin. Knoop hätte ihm gesagt daß Sie auch hinkommen - ist es wahr?

(RMR an M. T., 13.8.1912)

Ich muß nun wieder einmal Pläne fassen, meine schwächste Seite, nein, London steht keineswegs bevor, denke vielleicht an eine Art Kur in Rippoldsau ...

Klingt weder nach Einladung noch nach "leidenschaftlicher Abneigung". Im Übrigen werden noch englische Bücher angesprochen, die Rilke mir wohl zur Lektüre empfohlen hatte. Die E. B. Browning Gedichte sind in der Rilke-Übertragung wunderschön! Niemand setzt sich so intensiv mit einer Sprache auseinander, wenn er das Land und die Menschen und die Kultur (dazu gehört die Sprache) generell ablehnt.
Die Zitate habe ich selbstverständlich aus dem Briefwechsel rausgesucht per Verzeichnis. Ich kann mich ja nicht einmal erinnern, wen ich alles in den letzten 10 Jahren dieses Lebens wohin eingeladen habe, geschweige denn an irgendwelche angeblichen Einladungen von vor 90 Jahren!

Das ist nicht die erste unbelegte Behauptung. Wo bleiben Textangaben oder Zitate? Dann kann man sich damit auseinandersetzen.
Wer allerdings feige seine eigenen Beiträge wieder löscht, wenn sie nicht auf Zustimmung treffen, bewegt sich m. E. nicht nur an der Grenze der Legalität, sondern ist generell nicht sehr vertrauenswürdig :!:

'tschuldige, Volker, der Ton war jetzt noch etwas schärfer, aber (s.o., wo es nichts mehr zu sehen gibt, außer "Beitrag gelöscht") auch noch berechtigter. Habe dazu auch eine Notiz an Thilo unter R. virtuell geschickt

Liebe Grüße :D

Marie
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Beitrag von Marie » 15. Jun 2003, 21:13

Ich nehme das mit dem "an der Grenze der Legalität" mit Entschuldigung zurück (s. meinen "Erkenntnisprozess" :idea: in puncto Forums-Regeln unter "virtuell"!). Aber ich lösche meine "Fehler" nicht aus dem Forum :!: , die darf jeder sehen (und mit mir schimpfen oder sich darüber amüsieren!)

Viele Grüße, hochpeinlichst :oops:

Gast

Beitrag von Gast » 15. Jun 2003, 22:06

der Beitrag wurde nicht aus 'Feigheit' geloescht, das ist doch Unsinn- mein neues Posting ist ja gewissermassen die Kurzfassung und geht lediglich nicht so ins persoenliche detail, was ich besser finde.

p.s. auch ich kann mir nicht alle Zitatstellen merken, und bin keine Bibliothek. wenn mir die Textstellen zu England wieder begegnen werde ich sie hier eintragen


'The one who comes to question himself, has cared for mankind'
(Kenneth Patchen)

Gast

Beitrag von Gast » 15. Jun 2003, 22:10

Vielleicht sollten wir Rilkes Verhältnis zu England nicht überinterpretieren. Seine Englischkenntnisse (nicht in der Schule erworben) waren wohl sehr, sehr bescheiden. Auf das Ehepaar Browning wurde er nicht durch das literarische Werk selbst aufmerksam, sondern durch einen Aufsatz von Ellen Key. Die Übertragung der Gedicht von Elizabeth-Browning war kein einsames Werk. Er war im Winter 1907 in die Villa Discopoli auf Capri eingeladen. Seine Gastgeberin Alice Faehndrich las ihm jedes Gedicht einzeln vor und übersetzte den Sinn. Rilke schuf davon dann eine poetische Version. Die ist vielleicht nicht schlecht, sagt aber gar nichts über Rilkes Interesse (oder Desinteresse) an England aus.
Damit können wir uns wohl abfinden?
e.u.

ulrich
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Beitrag von ulrich » 15. Jun 2003, 22:11

war nicht eingeloggt, oben genannter 'Gast' bin ich

abendlicher Gruss aus London....
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