Gibt es das "europäische Gedicht"?

Paris und Frankreich, Russland, Schweiz, Skandinavien, Spanien, ...

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Paula
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Gibt es das "europäische Gedicht"?

Beitrag von Paula » 1. Mai 2004, 09:12

Hallo,

aus aktuellem Anlass zum 1.Mai 2004 in Europa ein kleiner Hinweis zur Frage:

Gibt es das "europäische Gedicht?"

Mit einem Thesenpapier von Ulrich J. Beil leitete die Redaktion DAS GEDICHT in ihrer Ausgabe Nr. 5 vom Oktober 1997 eine Diskussion zum Thema "Gibt es das europäische Gedicht" ein. Namhafte Lyriker, unter ihnen Piero Bigongiari, Michael Donhauser, Kurt Drawert, Dieter M. Gräf, Ulla Hahn, Manfred Peter Hein, Mario Luzi, Kurt Marti, Joachim Sartorius, Paul Wühr und Andrea Zanzotto beteiligten sich mit exklusiven Beiträgen an der Lyrik-Debatte.

Die Beiträge - auch u.a. mit Bezug auf R.M. Rilke - dazu unter:

http://home.t-online.de/home/agl-verlag/di_base.htm

Liebe Grüße, Paula :lol:

Barbara
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Künstler in Europa

Beitrag von Barbara » 2. Mai 2004, 13:01

Hallo Paula, hallo ins Forum ,

interessant im Zusammenhang mit Europa und Kunst ist auch die Website

:arrow: http://www.artistsvillages.net

Künstlerdörfer in Europa stellen sich vor - momentan 13 Künstlerdörfer (von Ahrenshoop bis Worpswede) in sechs verschiedenen Ländern. Eine Initiative von EuroArt .

Ein Klick lohnt sich :!:

Viele Grüße von Barbara :D

Paula
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Beitrag von Paula » 3. Mai 2004, 06:40

Hallo ,

danke , Barbara, für den Hinweis.

Was mich jetzt noch interessiert - Frage ins Forum -: können wir Rainer Maria Rilke eigentlich als Europäer bezeichnen ? Er reiste ja quer durch Europa, lebte in verschiedenen europäischen Ländern, sprach mehrere Sprachen (einige fliessend) und dichtete sogar in verschiedenen Sprachen . Er versuchte auch Kulturaustausch zu organisieren, meines Wissens nach... Andererseits lebte er wohl sehr zurückgezogen. Hat er sich selbst als Europäer verstanden ? War er ein "europäischer" Dichter ? In diesem Zusammenhang auch interessant die Frage: wie sieht eigentlich die Rilke-Rezeption in Frankreich und vielleicht auch in Tschechien, Russland, Skandinavien... aus ?

Über Antworten freue ich mich!

Paula

:lol:

Barbara
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Beitrag von Barbara » 3. Mai 2004, 21:47

Hallo Paula,

Rainer Maria Rilke war sicher sehr vielseitig in Bezug auf Europa. Um nur einige Stationen zu nennen: aufgewachsen im internationalen Prag in Böhmen ("Larenopfer"), später reiste er u.a. nach Russland ("Stundenbuch")... Er lebte in Frankreich ("Neue Gedichte") und verbrachte das Ende seines Lebens in der Schweiz. Er war viel auf Reisen und sammelte überall neue Eindrücke, die auch in sein Werk eingingen. Zurückgezogen in sein Künstlertum hatte er doch zahlreiche Kontakte in der (gehobenen) Gesellschaft . Daneben aber suchte er sein Leben lang nach einer Innenwelt, einem Weltinnenraum, um dort vor den Schwierigkeiten des Lebens Geborgenheit, eine Antwort, eine Heimat zu finden .

Soweit nur ergänzend - und sicher nicht umfassend - zu Deinem Beitrag.
Mit lieben Grüßen von Barbara :lol:

ps.: leider kann ich zu der letzten Frage - der Rilke-Rezeption in Europa - nichts sagen. Mich würde das auch sehr interessieren. Vielleicht kennt sich damit ja jemand anders hier im Forum (im www :wink: ) aus?!

Fritz
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Beitrag von Fritz » 26. Mär 2006, 12:45

Hallo,

habe gerade mal ein bisschen im Forum rumgestöbert und mich dadurch zu einer Frage inspirieren lassen: hätte Rilke den "Panther" auch in Deutschland schreiben können ? Wie hat ihn seine Frankreich-Erfahrung verändert und wenn ja, ist das typisch französisch oder hätte er das auch anderswo erleben können ? Gibt es dazu schon etwas Literatur ?

Fritz 8)
"Zwei alte Tanten tanzen Tango mitten in der Nacht..." (G.Kreisler)

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