Grünzeug oder Rebhuhn

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Paul A.
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Beitrag von Paul A. » 6. Nov 2006, 19:34

Hallo,

hatte Rilke eine Stammkneipe in München ?

Paul :lol:
"... Knaben, o werft den Mut/ nicht in die Schnelligkeit,/ nicht in den Flugversuch./ Alles ist ausgeruht:/ Dunkel und Helligkeit,/ Blume und Buch." (R.M. Rilke)

Bo
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Beitrag von Bo » 6. Nov 2006, 19:39

Ja natürlich, er ging immer in ein vegetarisches Restaurant. Wie hieß das bloß?

Paul A.
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Beitrag von Paul A. » 6. Nov 2006, 20:14

Hi Bo,

hast dabei wohl an diesen Bericht gedacht :wink: ? Würde mir - ehrlich gesagt - genauso gehen :wink: !

"Zum Überfluß mußte ich Mittags mit dem Dichter in einer vegetarischen Wirtschaft einkehren, denn Rilke aß kein Fleisch. Ich bewundere jeden Vegetarianer. Nichts ist einleuchtender als Sündhaftigkeit und Barbarei des Tiermords, von dem wir uns nähren. Wahrscheinlich hängt die menschliche Raubtiernatur mit dem Fleischgenuß zusammen. Für alle Bestien gilt ja das gleiche Gesetz. Trotz dieser Einsichten habe ich eine aufrichtige Antipathie gegen vegetarische Speisehäuser. Es ist immer dasselbe. Die Menschen kompromittieren ihre schönsten Gesinnungen. In derartigen Lokalen verkehren allzuviel fanatische Sektierer, Bläßlinge, hochmütige Kranke, Überzeugungsprotzen, Leute von prinzipiell schlechtem Appetit, Menschen, denen der Genuß schwerer fällt, als die Entsagung. Selbst an der Seite des verehrten Rilke wurde ich hier unruhig. Ich verschlang ein Grünzeug und sann auf Flucht." (FW)

Ich dagegen dachte bei meiner Frage eher an Rilkes Rebhuhn-Gedicht :lol: !

Paul :roll:
"... Knaben, o werft den Mut/ nicht in die Schnelligkeit,/ nicht in den Flugversuch./ Alles ist ausgeruht:/ Dunkel und Helligkeit,/ Blume und Buch." (R.M. Rilke)

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