Mitwirkender gesucht: Zweisprach. Inszen. Edinburg 2011

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Henry Holland
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Mitwirkender gesucht: Zweisprach. Inszen. Edinburg 2011

Beitrag von Henry Holland » 14. Sep 2009, 16:06

Who, if I cried out, might hear me - among the ranked Angels?
Even if One suddenly clasped me to his heart
I would die of the force of his being.
. . .
Every Angel is terrible.


Mitwirkender gesucht für eine zweisprachige Inszenierung von Rilke Texten bei der "Edinburgh Fringe Festival" in August 2011.
Meine Vorliebe ist für eine Arbeit mit The Duino Elegies oder The Sonnets to Orpheus, aber die genaue Textauswahl, so wie auch die gesamte Richtung der Inszenierung sollte aus den konkreten Fähighkeiten und Vorstellungen der einzelnen Mitwirkenden entstehen.

Ich bin selbst Englischmutterspracher, der in Edinburg aufwuchs. Mit dieser Hintergrund sollten mancher der praktischen Herausforderungen einer Inszenierung an der "Edinburgh Fringe" leichter zu lösen: Die Frage einer Unterkunft, der zu bezahlen ist, zum Beispiel.

Ziel der Inszenierung ist, eine der oben genannten Texte zu einem Publikum ohne Vorkenntnisse auf einer dramatischen Weise rüberzubringen. Dramatisch, weil ohne einen dramatischen Rahmen sind diese Texte schwer rüberzubringen, zu einem Publikum, das zum ersten Mal Rilke begegnet.

Wie würdet ihr die duineser Elegien inszenieren wollen, bei einer Inszenierung in der englischen Übersetzungen bzw. Versionen der Texte zuerst zu Wort kommen müssen, um einer Brücke zur deutschen Ursprung zu bilden? Sollten dargestellte Mitglieder der Rilke Gesellschaft erscheinen, um über die eigentliche Bedeutung der Elegien leidenschaftlich zu argumentieren? Sollte diese Argument Zeitrealitäten ignorieren, so dass W.H.Auden auch auftreten kann, um sein Senf dazu zugeben? Sollte einen dramatisierten RMR selbst auf der Bühne kommen, um seine Werke vorzutragen? Hält ein Publikum so viel Vorspann überhaupt aus. Musik dazu nicht wahr, von einem mit richtigem Können mit einem Leier, um die Orpheus-Gedichte noch griffiger zu machen?

Wenn ihr andauerden Interesse an die Antworten zu diesen Fragen haben, dann meldet euch bitte. Ich hoffe sehr manche von euch bzw. von Ihnen persönlich bei der baldigen Rilke Tagung in Wolfgangbüttel persönlich kennen zu lernen. Mit meiner seltsamen schottischen Akzent wenn ich Deutsch spreche, und einer der Minderheit, der da sein wird und unter 40 ist, werde ich nicht schwer zu erkennen sein. Die lange Inszenierungszeit, mit Aufführung erst 2011, ist rein aus praktischem Gründen gedacht. Wenn wir als Mitwirkenden geografisch sehr verteilt sind (ich selbst bin in Hamburg) dann bräuchten wir so viel Zeit, um ausreichende Inszenierungs bzw. Probetermine hinzubekommen.

Auf einer Rückmeldung würde ich mich sehr freuen,
und verbleibe, mit freundlichen Grüßen, Henry Holland[/size]

Henry Lou

Re: Mitwirkender gesucht: Zweisprach. Inszen. Edinburg 2011

Beitrag von Henry Lou » 8. Dez 2009, 17:29

Henry Holland schrieb:
„Wie würdet ihr die duineser Elegien inszenieren wollen...“

- Gar nicht in dieser kurzen Zeit, lieber Henry.

Obwohl ich grundsätzlich dafür bin, Rilkes Erbe der Welt näher zu bringen.
Aber müssen es ausgerechnet die Elegien sein?
Wenn ja, dann wüßte ich nicht, warum Du andere um Rat fragst. Es geht darin nicht nur um schöne Bilder. Sich auf diesen ‚anderen Stern’ zu begeben, erfordert einen Regisseur, der das Heft nicht aus der Hand gibt. Das jüngste Beispiel sind die „Shakespeare Sonette“ in der Berliner Inszenierung von Robert Wilson, die Dir durchaus Anregungen bieten könnten.

Des weiteren eine gelungene filmische Adaption über die Entstehung von Rilkes „Requiem für einen Freundin“, schau Dir einen Ausschnitt an unter

http://fractalvideo.com/HTML/TGCFV.html

Hier zitiert Regisseur Antero Alli sechs Verse der ersten Elegie, weil er sich in die Seele von Dichter und Werk begeben hat, weil er aus Briefen und Lebensweg ableiten konnte, dass Rilke zum Todeszeitpunkt seiner Maler-Freundin mit dem Gedanken des „schrecklichen Engels“ bereits schwanger ging – eine geniale, unglaublich einfühlsame Umsetzung.
Und last but not least...
“Fourteen years after producing the "Requiem For a Friend" video in Seattle, here I am in Berkeley returning to Rilke. It seems that this work is not finished with me.” Antero Alli

Nun hoffe ich, dass Dir meine Hinweise nützlich waren.

Wünsch Dir viel Erfolg mit Rilke

Henry Lou

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