Identitätserschaffung und Identitätsverfall im Malte

Rilkes Roman.

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stefan81
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Identitätserschaffung und Identitätsverfall im Malte

Beitrag von stefan81 » 9. Mär 2007, 18:59

Hallo an alle! Über das oben genannte Thema möchte ich eine literaturwissenschaftliche Hausarbeit verfassen, und bin gerade dabei mir ein Arbeitskonzept, bzw. eine Gliederung/ einen Plan zu machen. Das gestaltet sich aber nicht besonders einfach, ich habe bisher hier im Forum einige nette Zusatzinfos bekommen, aber da dieses Thema vorher noch nicht existiert hat, natürlich nur wenig Konkretes. Dementsprechend wähle ich jetzt den direkten Weg und stelle das Thema hier zur Diskussion.
Leitfragen könnten etwa sein:

Wie werden im Malte die Themen Identitätserschaffung und Identitätsverfall beschrieben, und auf welchen Ebenen? "Beschränkt" es sich nicht weitgehend auf den Übergang vom Adel- zum Bürgertum / vom Land- zum Stadtleben, mit allen Konsequenzen für das Individuum, oder gibt es jemanden, dem noch weitere Ansatzpunkte aufgefallen sind?

Wie wird versucht, aus der zerfallenden Identität eine neue zu erschaffen?
(z.B. mit Hilfe von Masken (und einem Spiegel), die passendste Textstelle habe ich schon gefunden (ich besitze die Ausgabe der "sueddeutschen zeitung bibliothek" , Seitenzahlen beziehen sich immer auf diese Ausgabe)
S. 77-80 "Ich hatte nie Masken gesehen vorher, aber ich sah sofort ein, daß es Masken geben müsse. (...) Ich rannte davon, aber nun war er es, der rannte. etc."
Wo finden sich weniger konkrete Textstellen, die sich auf diese Thematik beziehen lassen? z. B. habe ich meine Schwierigkeiten bei der Deutung, bzw. beim Erkennen der Relevanz der auf S. 156-158 geschilderten Episode vom Papst Johann dem 22gsten. Auch die kurz vorher ( S. 153-156) erzählte Episode von dem König hat mich anfangs sehr verwirrt, ich nähere mich dem Verständnis langsam an, bin aber von einem vollständigen Verständnis in allen Zusammenhängen noch weit entfernt.)
Kann/ sollte die Erwähnung (und Erklärung) der Geschichte vom verlorenen Sohn am Ende der Aufzeichnungen als direkte Analogie zu Maltes Leben gelesen werden, ist also Maltes Weg der Weg des verlorenen Sohnes, gleichen sie sich in ihrer Identität?
:?: :?: :?: :?

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