Übertragung von Le Cimetière marin

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Jaime
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Übertragung von Le Cimetière marin

Beitrag von Jaime » 5. Jun 2012, 13:38

Ich bin auf der Suche Rilkes Übertragung von "Le Cimetière marin". Ich habe die in Internet nicht gefunden.

Kann jemand mir helfen?

Danke sehr,

Jaime

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lilaloufan
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Re: Übertragung von Le Cimetière marin

Beitrag von lilaloufan » 5. Jun 2012, 14:11

Willkommen Jaime. – Der Anfang des in beiden Sprachen genialen Langgedichts lautet:
  • Dies stille Dach, auf dem sich Tauben finden,
    scheint Grab und Pinie schwingend zu verbinden.
    Das Meer, das Meer, ein immer neues Schenken!
    O die Belohnung, nach dem langen Denken
    ein langes Hinschaun auf der Götter Ruhn!
Es ist noch nicht gemeinfrei; Du wirst es im Web wohl kaum finden.
Oder wolltest Du nur wissen, in welchem Buch «Der Friedhof am Meer» steht?


l.
»Wir tragen leidenschaftlich den Honig des Sichtbaren ein, um ihn im großen goldenen Bienenstock des Unsichtbaren anzuhäufen.«

stilz
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Re: Übertragung von Le Cimetière marin

Beitrag von stilz » 5. Jun 2012, 15:14

Lieber Jaime,

Rilkes Übertragung dieses Valéry-Gedichtes trägt den Titel „Der Friedhof am Meer“ und ist wohl im 1997 erschienenen Siebenten Band der „Sämtlichen Werke“ zu finden.


Und lieber lilaloufan,

Dein
lilaloufan hat geschrieben:Es ist noch nicht gemeinfrei;
macht aufmerksam auf die Absurdität, daß man im Netz zwar nicht Rilkes Übersetzung findet, wohl aber Valérys Original (ich möchte es nicht verlinken, aber google findet es sofort) - und das, obwohl doch Valéry derjenige ist, dessen Werke erst 2015 „gemeinfrei“ werden, und nicht Rilke (dessen Werke es bereits seit 1996 sind - sonst könnte es Seiten wie diese gar nicht geben).

Keine Frage, das Urheberrecht in der jetzigen Form wird sich wohl nicht halten lassen.
Ich würde ja dafür plädieren, daß im Zuge einer Neuregelung die 70-Jahre-Frist für gewisse persönliche Rechte sogar verlängert wird, und zwar auf unbegrenzte Zeit... denn so wie es jetzt ist, habe ich das Gefühl, ich dürfte jederzeit ungestraft behaupten, daß irgendein Rilke-Gedicht aus Goethes „Wilhelm Meister“ stamme, oder sogar mich selbst (solange es nicht gerade in einer Dissertation geschieht :wink: ) als die Schöpferin des „Wilhelm Meister“ bezeichnen. Und ich finde einfach nicht, daß ich das, rein rechtlich gesehen, dürfen sollte...
{Das ist natürlich ein weites Feld; es betrifft zum Beispiel auch das sogenannte Regietheater, das vom ursprünglichen Werk eines Komponisten manchmal nicht mehr viel übrigläßt, und dennoch steht sein Name und nicht der des Regisseurs als der des „Urhebers“ auf dem Theaterzettel...}

Herzlichen Gruß,
stilz
"Wenn wir Gott mehr lieben, als wir den Satan fürchten, ist Gott stärker in unseren Herzen. Fürchten wir aber den Satan mehr, als wir Gott lieben, dann ist der Satan stärker." (Erika Mitterer)

Jaime
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Re: Übertragung von Le Cimetière marin

Beitrag von Jaime » 6. Jun 2012, 16:13

Vielen Dank für die hilfreiche Information!

sedna
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Re: Übertragung von Le Cimetière marin

Beitrag von sedna » 4. Aug 2016, 00:15

Der Friedhof am Meer

Dies stille Dach, auf dem sich Tauben finden,
scheint Grab und Pinie schwingend zu verbinden.
Gerechter Mittag überflammt es nun.
Das Meer, das Meer, ein immer neues Schenken!
O, die Belohnung, nach dem langen Denken
ein langes Hinschaun auf der Götter Ruhn!

Wenn Diamanten aus den Schäumen tauchen,
wie rein die feinen Blitze sie verbrauchen,
ein Friede, scheints, besinnt sich seiner Kraft!
Stützt sich die Sonne auf des Abgrunds Schwingung,
als reines Werk der ewigen Bedingung
wird Zeit zum Glanz und Traum zur Wissenschaft.

Stetiger Schatz, Minervens Tempelhülle,
Vorrat der Ruh und alles Schauens Fülle,
hochmütiges Wasser, Aug, das flammend wach,
bedenkt, wie es so großen Schlaf verhehle,
o meine Stille! . . . Bau in meiner Seele,
doch First aus Gold mit tausend Ziegeln, Dach!

Tempel der Zeit, im Seufzen gleich versöhnter,
zur reinen Anhöh steig ich schon gewöhnter,
um mich mein Meerblick, welcher alles tränkt,
und wie ich oben nun den Göttern spende,
ist mir, als ob der Schimmer rings verschwende
ein Überheben, völlig unumschränkt.

So wie die Frucht sich auflöst im Genusse,
Abwesenheit Entzücken wird zum Schlusse
in einem Mund, drin ihre Form verschwand,
so atm’ ich hier von meinem Zukunftsrauche,
der Himmel singt der Seele im Verbrauche
von den Geräuschen beim vertauschten Land.

Sieh, schöner wahrer Himmel, mich verwandelt,
nach so viel Hoffart, so viel ungehandelt
Verlorenem, das doch voll Mächte war, —
hab ich mich diesem Lichtraum angeboten,
mein Schatten geht über das Haus der Toten,
sein zartes Wandeln zähmt mich sonderbar.

Die Seele, Sonnwendfackeln preisgegeben,
halt ich dich aus mit meinem ganzen Leben,
Gericht des Lichts, das keine Gnade kennt!
Und du kommst rein an deine erste Stelle!
O Eintagsspiegel! . . . Doch wer schenkte Helle,
der sie als Hälfte nicht vom Schatten trennt!

Für mich, bei mir nur, in mich eingerichtet,
an einem Herzen, das mich doch gedichtet,
zwischen dem Nichts und dem, was rein geschieht,
wart ich, ob innre Größe widerhalle,
Zisterne, finstre, bittre —, draus vor alle,
nie eingeholt, ein Ton des Hohlen zieht!

Weißt du, des Blattwerks falsche Kerkerschwelle,
gieriger Golf der klappernden Gestelle,
wenn ich die Augen schließe, glanzvoll blind,
was für ein Leib mich zieht ins träge Ende,
zu welcher Stirn ich mich nach abwärts wende?
Ein Funken drin denkt die, die nicht mehr sind.

Geheiligt, zu, voll Feuer rein von Stoffen,
ein Erdenstück erstauntem Lichte offen,
wie mir, so flammend, dieser Ort gefällt —,
aus Baum und Gold und Marmor sich verwebend,
und so viel Stein auf so viel Schatten bebend, –
das Meer schläft treu auf meiner Gräberwelt.

Hündin aus Glanz, verjag mir den Beirrten!
siehst du mich so, mit Mildigkeit des Hirten,
bei meinen Lämmern stehn, wie eingepflockt;
laß mich an meine Herde Gräber glauben,
halt von ihr ferne die zu klugen Tauben,
die Grübelei’n, die Engel, die es lockt!

Kommt sie hierher, so wird die Zukunft träge.
Der harte Käfer ist des Trocknen Säge;
alles ist aufgebrannt, verzehrt —, geht ein
in irgendwie gestrengere Essenzen . . .
Der Rausch des Nicht-Seins sprengt des Lebens Grenzen,
und Bitternis ist süß, und Geist ist rein.

Die Toten habens gut in diesen Brocken,
sie werden warm und ihr Geheimnis trocken.
Mittag dort oben, Mittag ohne Schwung,
denkt in sich selbst und ist sich selbst zum Lohne . . .
Haupt ohne Rest und ganz geschlossne Krone,
ich bin in dir die Spur Veränderung.

Du hast nur mich, die Ängste zu enthalten,
den Zwang, den Zweifel —, alle die Gewalten
sind wie ein Fleck in deines Demants Wert! . . .
Doch unterm Marmor, finster überlistet,
hat sich ein Volk, das um die Wurzeln nistet,
allmählich langsam schon zu dir bekehrt.

Sie sind zergangen in des Nicht-Seins Dichte.
Die rote Erde trank das Andre, Lichte,
das Leben weiß, daß es in Blumen soll!
Wo sind die Worte, die den Toten fehlen,
wo ihre Künste, die besondren Seelen?
Die Larve spinnt, wo einst die Träne quoll.

Der Mädchen Schrei und Kitzligsein der Glieder,
die Augen, Zähne, feuchte Augenlider,
die süße Brust, die glüht und sich erfrischt,
das Blut, das glänzt in Lippen, die sich geben,
und Finger, die sich vor das Letzte heben, —
hinab mit allem und ins Spiel gemischt!

Großartige Seele, hoffst du noch, dir füge
sich eines, das nicht Farben dieser Lüge
besäße, die hier Gold und Woge leihn?
Wirst du noch singen, an die Luft verloren?
Geh, alles flieht! Mein Dasein ist voll Poren,
und auch die heilige Ungeduld geht ein!

Schwarz-goldnes Zerrbild der Unsterblichkeiten,
mag uns die schnöde Trösterin bereiten
den Tod zum Mutterschoße unsres Sinns, —
o schöne Lüge, listig frommes Steigern!
Wer kennt sie nicht und muß sie nicht verweigern,
den Schädel und sein ewiges Gegrins?

Die tiefen Väter, Köpfe ohne Gäste,
die das Gewicht von so viel Schaufeln preßte,
nur wie auf Staub wirkt unser Schritt auf sie, —
der Wurm, dem keiner widerspricht, der Nager,
ist nicht für euch und euer Grab und Lager,
er lebt vom Leben, er verläßt mich nie!

Die Liebe zu mir selber — oder Hassen?
Ihr Zahn greift tief und weiß so nah zu fassen,
daß ihm kein Name wirklich widerstrebt!
Diesem Gefühl —: es sieht, es will, es nimmt mich!
Ihm schmeckt mein Fleisch, und selbst mein Bett bestimmt mich
lebendig ihm, das immer von mir lebt!

Grausamer Zeno, Zeno, deine Worte!
Ob mich am Ende jener Pfeil durchbohrte,
der schwirrt und fliegt und doch nicht fliegt zuletzt?
Der Ton gebiert —, der Pfeil will mich bestatten!
Ach, Sonne, ach! Und da . . . Schildkrötenschatten,
Achilleus, unbeweglich und gehetzt!

Nein, nein! . . . Auf, auf! Ins große Nacheinander! . . .
Nicht denken, Leib, — ergib dich dem Gewander, —
trink, meine Brust, den Wind, der aus sich dringt!
Das weht vom Meer, und in dem Wehn enthalten
ist meine Seele . . . Salzige Gewalten! . . .
Zur Welle hin, aus der man lebend springt!

Ja, Meer! du großes, dein ist alles Wüten,
du Pantherfell, du Mantel, drin die Mythen
der Sonne flimmern, tausende vielleicht —,
von Bläue trunkne, unbeschränkte Schlange,
die sucht, wie sie ihr eignes Gleißen fange
in einem Aufruhr, der der Ruhe gleicht.

Der Wind erhebt sich! Leben: ich versuch es!
Riesige Luft im Blättern meines Buches,
und Wasser, dort zu Staub zersplittert sichs!
Ihr Seiten fliegt beglänzt aus meinem Schoße,
und Woge, du! mit frohem Wellenstoße,
das Dach unter dem Klüverschwarm —, zerbrichs!




Ergänzend dazu noch das Original von Paul Valéry:


Le Cimetière marin

Ce toit tranquille, où marchent des colombes,
Entre les pins palpite, entre les tombes;
Midi le juste y compose de feux
La mer, la mer, toujours recommencée!
O récompense après une pensée
Qu'un long regard sur le calme des dieux!

Quel pur travail de fins éclairs consume
Maint diamant d'imperceptible écume,
Et quelle paix semble se concevoir!
Quand sur l'abîme un soleil se repose,
Ouvrages purs d'une éternelle cause,
Le Temps scintille et le Songe est savoir.

Stable trésor, temple simple à Minerve,
Masse de calme, et visible réserve,
Eau sourcilleuse, Œil qui gardes en toi
Tant de sommeil sous une voile de flamme,
O mon silence! . . . Édifice dans l'âme,
Mais comble d'or aux mille tuiles, Toit!

Temple du Temps, qu'un seul soupir résume,
À ce point pur je monte et m'accoutume,
Tout entouré de mon regard marin;
Et comme aux dieux mon offrande suprême,
La scintillation sereine sème
Sur l'altitude un dédain souverain.

Comme le fruit se fond en jouissance,
Comme en délice, il change son absence
Dans une bouche où sa forme se meurt,
Je hume ici ma future fumée,
Et le ciel chante à l'âme consumée
Le changement des rives en rumeur.

Beau ciel, vrai ciel, regarde-moi qui change!
Après tant d'orgueil, après tant d'étrange
Oisiveté, mais pleine de pouvoir,
Je m'abandonne à ce brillant espace,
Sur les maisons des morts mon ombre passe
Qui m'apprivoise à son frêle mouvoir.

L'âme exposée aux torches du solstice,
Je te soutiens, admirable justice
De la lumière aux armes sans pitié!
Je te rends pure à ta place première,
Regarde-toi! . . . Mais rendre la lumière
Suppose d'ombre une morne moitié.

O pour moi seul, à moi seul, en moi-même,
Auprès d'un cœur, aux sources du poème,
Entre le vide et l'événement pur,
J'attends l'écho de ma grandeur interne,
Amère, sombre, et sonore citerne,
Sonnant dans l'âme un creux toujours futur!

Sais-tu, fausse captive des feuillages,
Golfe mangeur de ces maigres grillages,
Sur mes yeux clos, secrets éblouissants,
Quel corps me traîne à sa fin paresseuse,
Quel front l'attire à cette terre osseuse?
Une étincelle y pense à mes absents.

Fermé, sacré, plein d'un feu sans matière,
Fragment terrestre offert à la lumière,
Ce lieu me plaît, dominé de flambeaux,
Composé d'or, de pierre et d'arbres sombres,
Où tant de marbre est tremblant sur tant d'ombres;
La mer fidèle y dort sur mes tombeaux!

Chienne splendide, écarte l'idolâtre!
Quand solitaire au sourire de pâtre,
Je pais longtemps, moutons mystérieux,
Le blanc troupeau de mes tranquilles tombes,
Éloignes-en les prudentes colombes,
Les songes vains, les anges curieux!

Ici venu, l'avenir est paresse.
L'insecte net gratte la sécheresse;
Tout est brûlé, défait, reçu dans l'air
A je ne sais quelle sévère essence . . .
La vie est vaste, étant ivre d'absence,
Et l'amertume est douce, et l'esprit clair.

Les morts cachés sont bien dans cette terre
Qui les réchauffe et sèche leur mystère.
Midi là-haut, Midi sans mouvement
En soi se pense et convient à soi-même . . .
Tête complète et parfait diadème,
Je suis en toi le secret changement.

Tu n'as que moi pour contenir tes craintes!
Mes repentirs, mes doutes, mes contraintes
Sont le défaut de ton grand diamant! . . .
Mais dans leur nuit toute lourde de marbres,
Un peuple vague aux racines des arbres
A pris déjà ton parti lentement.

Ils ont fondu dans une absence épaisse,
L'argile rouge a bu la blanche espèce,
Le don de vivre a passé dans les fleurs!
Où sont des morts les phrases familières,
L'art personnel, les âmes singulières?
La larve file où se formaient les pleurs.

Les cris aigus des filles chatouillées,
Les yeux, les dents, les paupières mouillées,
Le sein charmant qui joue avec le feu,
Le sang qui brille aux lèvres qui se rendent,
Les derniers dons, les doigts qui les défendent,
Tout va sous terre et rentre dans le jeu!

Et vous, grande âme, espérez-vous un songe
Qui n'aura plus ces couleurs de mensonge
Qu'aux yeux de chair l'onde et l'or font ici?
Chanterez-vous quand serez vaporeuse?
Allez! Tout fuit! Ma présence est poreuse,
La sainte impatience meurt aussi!

Maigre immortalité noire et dorée,
Consolatrice affreusement laurée,
Qui de la mort fais un sein maternel,
Le beau mensonge et la pieuse ruse!
Qui ne connaît, et qui ne les refuse,
Ce crâne vide et ce rire éternel!

Pères profonds, têtes inhabitées,
Qui sous le poids de tant de pelletées,
Êtes la terre et confondez nos pas,
Le vrai rongeur, le ver irréfutable
N'est point pour vous qui dormez sous la table,
Il vit de vie, il ne me quitte pas!

Amour, peut-être, ou de moi-même haine?
Sa dent secrète est de moi si prochaine
Que tous les noms lui peuvent convenir!
Qu'importe! Il voit, il veut, il songe, il touche!
Ma chair lui plaît, et jusque sur ma couche,
À ce vivant je vis d'appartenir!

Zénon! Cruel Zénon! Zénon d'Élée!
M'as-tu percé de cette flèche ailée
Qui vibre, vole, et qui ne vole pas!
Le son m'enfante et la flèche me tue!
Ah! le Soleil . . . Quelle ombre de tortue
Pour l'âme, Achille immobile à grands pas!

Non, non! . . . Debout! Dans l'ère successive!
Brisez, mon corps, cette forme pensive!
Buvez, mon sein, la naissance du vent!
Une fraîcheur, de la mer exhalée,
Me rend mon âme . . . O puissance salée!
Courons à l'onde en rejaillir vivant.

Oui! Grande mer de delires douée,
Peau de panthère et chlamyde trouée
De mille et mille idoles du soleil,
Hydre absolue, ivre de ta chair bleue,
Qui te remords l'étincelante queue
Dans un tumulte au silence pareil,

Le vent se lève! . . . Il faut tenter de vivre!
L'air immense ouvre et referme mon livre,
La vague en poudre ose jaillir des rocs!
Envolez-vous, pages tout éblouies!
Rompez, vagues! Rompez d'eaux réjouies
Ce toit tranquille où picoraient des focs!




(Beides in: Rainer Maria Rilke, Sämtliche Werke, Siebenter Band; Frankfurt am Main und Leipzig: Insel-Verlag 1997, S.338-349.)

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