Gedicht: Vergessen und Lernen, Anmut

Rilke-Texte gesucht und gefunden

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kabuske
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Gedicht: Vergessen und Lernen, Anmut

Beitrag von kabuske » 21. Apr 2007, 10:18

Moin,

ich suche seit einiger Weile ein Gedicht, dass ich vor vielen Jahren einmal las. Ich bin mir recht sicher, dass Rilke der Autor war und deswegen fange ich meine Internetfragerei mal hier an, in der Hoffnung, dass jemand aus meinen vagen Angaben schlau wird.

In dem Gedicht kam die Aussage vor, dass wir nur das wirklich gelernt hätten, wovon wir nicht mehr wüssten, wo und wie wir es gelernt hätten. Irgendwie habe ich dabei Anmut im Kopf - die anmutigen Bewegungen einer Tänzerin oder eines Dornausziehers.

Und das war es denn auch schon an sachdienlichen Hinweisen. Ich würde mich über den Titel sehr freuen. Dankeschön.

Gruß & Dank
Katrin

helle
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Beitrag von helle » 23. Apr 2007, 15:42

Ich glaube, weder Rilke noch ein Gedicht, sondern: Heinrich von Kleist: Über das Marionettentheater, ein staunenswerter Text.

h.

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Volker
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Beitrag von Volker » 25. Apr 2007, 11:38

Heinrich von Kleist: Über das Marionettentheater

Ein staunenswerter Text, in der Tat.
Und ein staunenswerter Hinweis!
Wie kann man so etwas wissen? Nur aus den paar Stichwörtern (anmutige Bewegung, Tänzerin, Dornauszieher) auf diesen Text von Kleist kommen? Gewußt oder gegoogelt?
Wie dem auch sei, ich danke für den Hinweis. Man sollte doch mal wieder öfter unsere alten Klassiker lesen.

Hier der Dornauszieher (gegoogelt!) :wink:

Bild
Ich hab' auch Verstand.©
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helle
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Beitrag von helle » 25. Apr 2007, 21:44

Hallo Volker,

es ist nur eine Vermutung (ohne google), schien mir einfach zusammenzupassen. Ich fände es ja gut, wenn Katrin, die die Frage gestellt hat, sich dazu äußern würde. Aber es kommt ja auch hier öfter vor und ist wohl ein Teil unserer Internet-Kultur, daß eine nur Frage gestellt wird, ohne Reaktion auf die Entgegnungen. Mal abwarten.

Gruß, helle

Dank meinerseits für das Bild

kabuske
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Beitrag von kabuske » 26. Apr 2007, 15:55

Moin,

ja natürlich melde ich mich - nur nicht immer sofort, weil ich nicht jeden Tag im Internet bin.

Ich bedanke mich sehr herzlich für den Kleist-Text. Dunkel erinnere ich mich, ihn vor vielen Jahren auch gelesen zu haben. Er trifft den Gedanken, den ich suchte, so genau, dass ich tatsächlich versucht bin, zu glauben, dass ich nur nach meiner persönlichen Paraphrasierung suche statt eines Gedichts. Ehrlich gesagt, bin ich so verblüfft über den Wandlungsprozess, den dieser Text in meinem Gehirn erfahren hat, dass ich einigermaßen verunsichert bin. Auf jeden Fall jedoch ein dankbares Staunen, dass tatsächlich jemand aus meinen vagen Angaben etwas finden konnte. Danke!

Gruß, Katrin

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